Online-Spenden-Tool

Klingelbeutel
Von GFreihalter - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9989933

Mal eben nebenbei Website-Besucher um eine Spende bitten. Klingt verlockend und einfach. Wie leicht dies ist und was im kirchlichen Bereich machbar ist, das beleuchtet dieser Artikel. 

Inhalt

Online-Fundraising für kirchliche Organisationen in der ELKB mit dem Spendentool “Twingle”

Um digitale Spenden bitten

Trotz einfach zu verwendender Spenden-Tools wie Twingle ist Online-Fundraising ist nicht nebenbei erfolgreich umsetzbar. Die Grundfragen der Ausrichtung Ihres Fundraisings müssen im Voraus geklärt sein: Wen wollen Sie warum, mit welchen Themen wie überzeugen, digital Euros zu spenden? Wie machen Sie Möglichkeit, online zu spenden bekannt? Wie werden Spenderinnen und Spender bedankt? Was passiert nach der Spende, gibt es weitere Informationen? Welche Rolle spielen Newsletter und Social Media Kanäle?

Sollten Sie dennoch begeistert sein, dann ist das großartig.

Diese Tipps für’s Online-Fundraising helfen Ihnen vielleicht weiter

Fragen Sie sich zunächst persönlich, ob Sie schon mal online gespendet haben. Falls nicht, dann sollten Sie das dringend nachholen. So stellen Sie fest, was Ihnen selbst gut gefällt, was einfach war und wo es gehakt hat. Suchen Sie sich eine oder mehrere größere Organisationen aus und beobachten Sie, was geschieht.

Online-Fundraising für Einsteiger

Spendenbutton – „Jetzt spenden!“ 

Ein Spendenbutton inkl. des dahinter liegenden Spendenformulars ist die Grundausstattung jeder Website, die Spenden digital einsammeln möchte. Der Button selbst sollte auf der primären Klickfläche und gut sichtbar auf Ihrer Website stehen. Er darf durchaus mehrmals vorkommen. Ein Klick auf den Button ist der erste Schritt des Spenders zur Onlinespende. Er sollte daher möglichst auffällig und freundlich gestaltet sein und eine auf Anhieb erkennbare Aufforderung enthalten: „Jetzt spenden!“

Spendenformular

Nach dem Klick auf den Spendenbutton erscheint das Spendenformular. Auch hier gilt, je angenehmer es auszufüllen ist und je weniger Pflichtfelder vorhanden sind, desto eher wird es genutzt.
Eine Selbstverständlichkeit ist die verschlüsselte Übertragung der Daten sowie die Auswahl unterschiedlicher Zahlungsmöglichkeiten.

Über das Spendenformular kann der Spender entscheiden, für welches Projekt gespendet werden soll. Diese sind ansprechend mit Fotos und Texten dargestellt. Spielereien wie “Spendenschieber” oder animierte Felder können ergänzen.

Wichtig zu wissen

Ein Button und ein Formular bringt noch keine Spende. Erst durch begleitende Maßnahmen wird Menschen bekannt, dass diese digitale Spendenoption besteht. Wie im klassischen Fundraising auch muss getrommelt werden, was das Zeug hält. Über Social Media Kanäle, E-Mails und auch die klassischen Print-Medien wie Gemeindebrief usw.. Die über ein Spendenformular getätigte Spende wird durch gute Systeme im Anschluss automatisch per E-Mail bedankt. Dennoch muss es Teil Ihrer allgemeinen Fundraising Strategie sein, die Spenderinnen und Spender zu binden und sie zum Teil der gesamten Kommunikation zu machen.

Online Spendenplattform “Twingle”

Die Evang.-Luth. Landeskirche in Bayern (ELKB) hat einen Vertrag mit dem Online-Spendentool Twingle mit Sitz in Berlin abgeschlossen. Kirchengemeinden erhalten bei einer Anmeldung besondere Konditionen. 

Wie funktioniert es?

Über eine einfache Registrierungsseite können sich Kirchengemeinden bei twingle registrieren.

https://elkb.twingle.de

Nach wenigen Stunden ( 2 – 4) wird der Account freigeschaltet und man erhält eine Bestätigungs-Email. Mit dieser Mail erstellt man ein Passwort, das dann für den twingle-Account genutzt wird. 

Jetzt hat man ein twingle-Konto und eine Spendenhomepage, bei der die eigenen Spendenverbindungen hinterlegt sind. Um später wieder Änderungen vorzunehmen, einfach unter: www.twinglemanager.de mit Email und Passwort einloggen.

Die Spendenhomepage sieht für alle zunächst gleich aus (natürlich mit den jeweiligen Kontodaten). Man kann sie aber ganz einfach verändern.

https://spenden.twingle.de/elkb/elkb/tw5e8add6d0aed0/page
(Musterseite – ohne Funktion)

Das Spendentool ist noch vielfältiger einsetzbar – mein Ziel war, möglichst schnell und super einfach ein Spendenformular für Kirchengemeinden zu erstellen, die noch keins haben – quasi als „Klingelbeutelersatz“. Stefan Kern ist der Ansprechpartner für das Tool. Er erstellt auch nach und nach Erklärungen, die man einfach nachvollziehen kann. Unter: https://www.fundraising-bayern.de/twingle-hilfe/ können sie abgerufen werden.

Kosten

Die Registrierung ist kostenlos – Kosten fallen erst an, sobald Spenden eingehen. Die Kosten belaufen sich auf 2,5 – 5 % der Spendeneinnahmen. Auf das Konto der jeweiligen Kirchengemeinde werden die Spenden komplett überwiesen und halbjährlich erhalten die Kirchengemeinden eine Rechnung von twingle.

2,5 – 5% deshalb, weil die Transaktionsgebühren vom Spendenvolumen abhängen (https://www.twingle.de/). Je höher das Spendenvolumen, umso günstiger (prozentual). Wir haben mit twingle vereinbart, dass die prozentuale Gebühr sich berechnet aus den kumulierten Spenden aller Gemeinden, die sich über unser Portal anmelden.

Hilfe erhalten Sie auf unserer Wiki-Seite

https://wiki.fundraising-bayern.de/wiki/online-spende/


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