Gemeinsam Gutes tun

Gemeinsam Gutes tun

Fundraising als kirchliche Aufgabe bietet Menschen die Möglichkeit, sich zu beteiligen und am Reich Gottes mitzubauen.

Das Fundraising in der Kirche ist so alt wie die Kirche selbst. Aktives Werben um Unterstützung, Kollekten, Spenden, Schenkungen und Stiftungen, privates Engagement und ehrenamtliche Arbeit fördern kirchliches Leben seit Jahrhunderten. Und auch heute wäre Kirche ohne diese personelle, finanzielle und ideelle Unterstützung undenkbar.

Das Kompetenzzentrum Fundraising​

Ein Team im Kompetenzzentrum Fundraising in Ansbach unterstützt die Kirchengemeinden, Einrichtungen und Dienste der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern:

  • Beratung und Begleitung
  • Einführung von Fundraising vor Ort
  • Konzepte für konkrete Fundraising-Projekte
  • Spendenkampagnen und Sponsoring
  • Kirchgeldbriefe
  • Anträge für öffentliche und EU-Fördermittel
  • Recherche für Stiftungen und öffentliche Fördermittel
  • Software zur Spenderverwaltung

Mit Fortbildungen und Veranstaltungen sorgt das Kompetenzzentrum für die Weitergabe von Fachwissen und fördert damit das kirchliche Fundraising.

Dezentrales Fundraising

Vor allem aber stehen Ihnen hauptamtliche Fundraiserinnen und Fundraiser in den Kirchenkreisen, Dekanatsbezirken und Verwaltungsverbünden mit Rat und Tat zur Seite. Sie unterstützen Sie dabei, ein schlüssiges Konzept zu entwickeln und umzusetzen.

AnsprechpartnerInnen in den Kirchenkreisen

Kirchenkreis Ansbach-Würzburg: Christian Eitmann
Kirchenkreis Augsburg: Doris Braun-Haug
Kirchenkreis Bayreuth: Wolfgang Böhm
Kirchenkreis München: Heike Davidson
Kirchenkreis Nürnberg: Armin Langmann | Günter Gastner
Kirchenkreis Regensburg: (vakant)

AnsprechpartnerInnen in den Dekanaten

Dekanat Bayreuth: Patricia Goldbach-Keim
Dekanat Fürth: Sonja Merz
Dekanat Neumarkt: Stefanie Finzel
Dekanat Regensburg: Silke Spitzenpfeil

AnsprechpartnerInnen in den Dekanaten und Verwaltungsverbünden

Verwaltungsverbund der Dekanate Bad Tölz, Rosenheim und Traunstein: Birgit Görmann

Ansbacher Beratungsmodell

Die Entwicklung einer Spendenkampagne geschieht zunächst durch eine grobe Analyse der Kirchengemeinde (Ist-Situation), durch die Benennung von Zielen und Verantwortlichkeiten im Projektrahmenplan, die
Klärung der einzelnen Aufgaben im Aufgabenplan und den Übertrag in einen Jahres- bzw.
Mehrjahresplan.

Eine Beratung kann je nach Umfang, Rahmenbedingungen und Fundraisingteam vor Ort wie folgt aussehen:

1. Ist-Situation

Die Fragen der Ist-Situation helfen, sich des Umfelds und des Ursprungs der finanziellen Situation gewahr zu werden.

Betrachtet werden

  • die Organisation
  • das Umfeld
  • die Finanzierung und
  • projektbezogene Informationen
2. Projektrahmenplan

Bei der ersten Sitzung werden die Verfahrensabläufe geklärt und die Teilnehmer über den Stand des Projektes informiert.

Bereits vorhandene Ideen (Basar, Orgelwein usw.) werden vorerst gesammelt und zu einem späteren Zeitpunkt in das Fundraisingkonzept aufgenommen.

Der Projektrahmenplan ist untergliedert in

Ziele – Zeitrahmen – Investitionen – Zuständigkeiten.

Die Frage nach den Zielen ist in zwei Fragen unterteilt:

  • Quantitative Ziele (also wie viel Geld wird benötigt) und
  • Qualitative Ziele (welche Ziele werden mit der Umsetzung des Projekts verfolgt?)

Die Klärung der qualitativen Ziele stärkt das Selbstbewusstein des Fundraising-Teams und erleichtert das Fragen um Beteiligung.

Wichtig: Fundraising verursacht Kosten – personell und finanziell!

3. Aufgabenplanung

Der Fundraising-Aufgabenplan unterteilt sich in

Grundvoraussetzungen – Beziehungspflege – Methoden.

Grundvoraussetzung ist u.a. eine gelungene, kraftvolle Öffentlichkeitsarbeit, damit potentielle Spender von dem Projekt wissen. Dazu gehört u.a. ein Slogan, der die Idee auf den Punkt bringt. Es werden Kommunikationswege festgelegt: Presse, Flyer, Internet, Veranstaltungen usw.

Die Beziehungspflege oder Fördererbetreuung ist eine der Kernfragen, die Fundraising vom klassischen Spendensammeln unterscheidet. Wie informiere ich die Personen und Institutionen, die an meinem Projekt Interesse haben? Wie halte ich zu diesen Verbindung und wie sage ich Danke? Der Dank und die Ausgestaltung des Danks ist ein zentrales Thema.

Die Nutzung einer Fundraising-Software wird daher für eine gute und langfristige Spendenkampagne unumgänglich.

Welche Methoden sollen genutzt werden, um Spenden zu akquirieren? Und in welchen „Spenden-Märkten“ (Privat-Spenden, Unternehmensspenden, Öffentliche Gelder usw.) sollen welche Methoden angewandt werden? Welche Märkte will und kann man überhaupt bedienen?

Nach der Auswahl der Maßnahmen werden die einzelnen Aufgaben terminiert und in den Jahresplan übertragen.

4. Jahresplanung

Bereits in der Ist-Situation wurde ein Jahresplan der  Kirchengemeinde abgefragt. Mit ihm wird es leichter, die Terminierung einzelner Methoden und Aufgaben vorzunehmen. Die Aufgaben und Maßnahmen werden in den Jahresplan eingetragen. Nun sind alle relevanten Punkte geklärt: Wer hat wann welche Aufgabe?

5. Evaluation

Eine Evaluation sollte regelmäßig, z.B. nach einzelnen Maßnahmen oder nach einem festgelegten Zeitintervall durchgeführt werden.

  • Waren die geplanten und durchgeführten Maßnahmen erfolgreich?
  • Wurden die Spender bedankt und erfasst?
  • Wo hat es gehakt?
  • Wo waren größere Erfolge als erhofft?
  • Welche nächsten Schritte sind sinnvoll?
  • Ist die geplante Reihenfolge noch richtig oder müssen weitere Maßnahmen durchgeführt werden?
  • Haben sich Maßnahmen wegen der Projektentwicklung verschoben?

Was ist also zu tun, damit das Projekt abschließend sichergestellt werden kann?